Schlagwort-Archive: Gedenkstätte und Museum Trutzhain

Trutzhain – Ort mit außergewöhnlicher Geschichte: Baracke mit Davidstern und Kunstblumen

Baracke Lumpe im heutigen Trutzhain. Foto Annika Herkrath

Baracke Lumpe im heutigen Trutzhain.  Foto Annika Herkrath

Marburg 5.9.2016 (pm/red) Die Entstehungsgeschichte Trutzhains ist ebenso einmalig wie die Gebäude, die heute noch den Ortskern charakterisieren: sechzig Meter lange frühere Unterkunftsbaracken für Kriegsgefangene links und rechts symmetrisch aufgereiht an einer schnurgeraden Straße. Trutzhain wurde 1951 als jüngste hessische Gemeinde von Vertriebenen und Flüchtlingen auf dem Gelände des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers STALAG IX A Ziegenhain gegründet. Zwischen 1939 und 1945 war es das größte Lager für Kriegsgefangene auf dem Gebiet des heutigen Hessen. Weiterlesen

Gedenkstätte und Museum Trutzhain zum Internationalen Museumstag am 22. Mai

Stalag IXa ZiegenhainMarburg 15.5.2016 (pm/red) Der Internationale Museumstag am 22. Mai bietet Museen Gelegenheiten zu zeigen, dass sie ein wichtiger Teil einer lokalen, regionalen und landesweiten Kulturlandschaft sind und in vielfältiger Weise mit anderen gesellschaftlichen Akteuren zusammenarbeiten. Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain beteiligt sich  und öffnet das Museum am 22. Mai 2016 von 10 bis 17 Uhr. Weiterlesen

Gedenkstätte und Museum Trutzhain: Vortrag zur revisionistischen Kameradschaftshilfe

Museum TrutzhainMarburg 6.4.2016 (pm/red) Das Museum in Schwalmstadt-Trutzhain lädt zu einem interessanten Vortrag von Arne Jost M.A. ein. Die „Kameradschaftshilfe ehemaliger Internierter und der Entnazifizierungsgeschädigten“ in Trutzhain und Schwarzenborn“ ist das Thema. beleuchtet wird ein unrühmliches Kapitel in der Nachkriegszeit, die in Trutzhain von reaktionären naziverhafteten Kräften bis 1981 wach gehalten wurde. Von 1952 bis 1981 organisierte die rechts-revisionistische „Kameradschaftshilfe ehemaliger Internierter und der Entnazifizierungsgeschädigten e.V.“ im heutigen Schwalm- Eder Kreis so genannte „Interniertentreffen“ mit bis zu 6.000 Teilnehmern. Weiterlesen

Lesung mit Moritz Pfeiffer in der Gedenkstätte Trutzhain

Marburg 10.03.2016 (pm/red) Unsere Väter und Großväter waren im Krieg. Was haben sie gesehen, was taten sie und was erzählen sie darüber. Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkriegs ist es gerade die Enkelgeneration, die diesen Fragen nachgeht.Am Mittwoch, den 16. März -19 Uhr, wird Moritz Pfeiffer M.A. in der Gedenkstätte und Museum Trutzhain sein Buch „Mein Großvater im Krieg.1939 – 1945. Erinnerungen und Fakten im Vergleich“ vorstellen. Weiterlesen

Und weil der Mensch ein Mensch ist – „Die Grenzgänger“ in Gedenkstätte und Museum Trutzhain

Gruppe GrenzgaengerMarburg 24.01.2016 (pm/red) Zum Liederabend mit den Grenzgängern laden der DGB Schwalm-Eder und die Gedenkstätte und Museum Trutzhain für Dienstag, 26. Januar, ein. Er findet statt im Vorfeld und anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus.
Lager – Lieder – Widerstand: Mit ihren Liedern feiern Die Grenzgänger den Mut und die Zivilcourage der vielen tausend Menschen, die sich dem NS-Regime in den Weg stellten, Sand im Getriebe waren, Flüchtlinge versteckten, Sabotage verübten und gemeinsam mit den Alliierten gegen den Faschismus kämpften oder in den Lagern und Gefängnissen der Nationalsozialisten Widerstand leisteten. Weiterlesen

Museum Trutzhain: Vortrag von Werner Meyreiß über das Konzentrationslager Buchenwald

KZ BuchenwaldMarburg 140904 (pm/red) Im Juli 1937 wurde bei Weimar (Thüringen) das Konzentrationslager Buchenwald errichtet. Zunächst war es für politische Gegner des Naziregimes, vorbestrafte Kriminelle und sogenannte Asoziale, Juden, Zeugen Jehovas und Homosexuelle bestimmt. Mit Beginn des 2. Weltkrieges wurden zunehmend Menschen aus anderen Ländern eingeliefert. Bei der Befreiung 1945 durch die amerikanische Armee waren 95 Prozent der Häftlinge keine Deutschen. Vor allem nach 1943 wurden in Buchenwald und seinen insgesamt 136 Außenkommandos KZ-Häftlinge rücksichtslos in der Rüstungsindustrie ausgebeutet. Weiterlesen

Lesung mit Dr. Hilde Schramm, Berlin, aus Ihrem Buch: Meine Lehrerin, Dr. Dora Lux. 1882 – 1959. Nachforschungen

Marburg 12.4.2013 (pm) „Dr. Dora Lux, geborene Bieber (1882-1959), war von 1953 bis zum Abitur meine Geschichtslehrerin in der Elisabeth-von-Thadden-Schule in Heidelberg […]. Ich empfand es als großes Glück, ihr in meiner Jugend begegnet zu sein. […] Mein Vater ist Albert Speer; […] im Nürnberger Prozess wurde er als Kriegsverbrecher verurteilt. Meine Herkunft zwang mir eine frühe und nicht abschließende Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus auf.  Für meine Selbstfindung war jedoch der Einfluss von Menschen entscheidend, die eine Gegenwelt zur NS-Ideologie verkörperten; Menschen, die mir eine Ahnung davon vermittelten, wie befreiend Humanität und Aufklärung sein können. Eine solche Erfahrung verdanke ich meiner Lehrerin Frau Dr. Lux.“ Weiterlesen