Mobilität und Straßenbau Themen bei IHK-Vollversammlung

Marburg 29.9.2017 (pm/red) Von der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg am 27. September wurden einschlägige Themen und Entwicklungen mitgeteilt, so zur A 44, A 49 und B 252. Das Bundesverfassungsgericht habe mit der Zurückweisung von zwei Klagen festgestellt, dass die IHK-Pflichtmitgliedschaft und die damit verbundene Beitragspflicht verfassungsgemäß sind. In dem Beschluss werde unter anderem betont, dass die Wahlen zu den IHK-Vollversammlungen demokratisch legitimiert sind, berichtete den Versammelten Dr. Friedrich von Waitz, IHK-Vizepräsident.

Die Arbeitsgruppe des IHK-Regionalausschusses Marburg unter der Leitung von Peter Lather arbeite an einem Mobilitätskonzept für die Universitätsstadt Marburg. Geplant ist ein Testlauf eines selbstfahrenden Elektrokleinbusses auf dem Betriebsgelände des Pharma-Standorts Behringwerke im November. Dieser soll an fünf Werktagen die Mitarbeiter vom Werkstor zu den einzelnen Unternehmensstandorten auf dem Gelände transportieren. Für nächstes Jahr erwartet die IHK mehr Spielräume für solche Versuchsstrecken und -projekte.
Daneben ist ein Forschungsvorhaben zum Thema „Autonomes und vernetztes Fahren im ländlichen Raum“ in Vorbereitung.

Fernstraßenbau A 44, A 49 und B 252

Über den Neubau der A 49, A 44 und B 252 im IHK-Bezirk informierte Jürgen Richter, Referatsleiter Straßenbau im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung. Die Arbeiten an der A 44 zwischen Kassel und Herleshausen sollen voraussichtlich Mitte 2023 beendet sein – allerdings ohne den Abschnitt zwischen dem Autobahndreieck Kassel-Ost und der Ausfahrt Helsa-Ost. Dieser befinde sich noch in Planung.
Die Verkehrsfreigabe des A49-Streckenabschnitts zwischen den Anschlussstellen Neuental und Schwalmstadt sei für 2020 geplant. Für den nächsten Streckenabschnitt von Schwalmstadt bis Stadtallendorf bestehe Baurecht. Für den Lückenschluss zwischen Stadtallendorf und der A5 liege noch kein Baurecht vor.

Bei der geplanten Öffentlich-Privaten-Partnerschaft (ÖPP) laufe die Ausschreibung, die Vergabe solle bis 2019 erfolgen. Die private Konzession solle für 30 Jahre vergeben werden und umfasse den Unterhalt und den Betrieb zwischen der Anschlussstelle Fritzlar und der A5.

Der Baubeginn für die Strecke zwischen Stadtallendorf und der A5 ist für 2020 geplant, vier Jahre sind für die Arbeiten veranschlagt.

Die Ortsumgehung Münchhausen, Wetter, Lahntal (B 252 / B 62) befinde sich „voll im Bau“. Die Verkehrsfreigaben für die drei einzelnen Abschnitte seien für die Jahre 2018 (zwischen Goßfelden und Wetter), 2020 (zwischen Münchhausen und Wetter) und 2021 (Lahntal) eingeplant.

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