300 Jahre Herkules – Wiedergeburt eines Helden

Jan van Nickelen, Blick vom Riesenkopf über die Vexierwassergrotte zum Oktogon, ab 1716
Museumslandschaft Hessen Kassel

Marburg 31.3.2017 (pm/red) 2017 wird der Kasseler Herkules 300 Jahre alt, und die Museumslandschaft Hessen Kassel feiert dieses Jubiläum mit der großen Sonderausstellung »Herkules 300.Wiedergeburt eines Helden« im Schloss Wilhelmshöhe. In zwei Ausstellungsteilen werden Skulpturen, Gemälde und Grafiken zur Herkules-Ikonografie zusammengetragen.

Anhand antiker Exponate wird die kunsthistorische Einordnung des Herkules ebenso beleuchtet wie der griechische Mythos, ohne den es den Kasseler Ko-loss nicht geben würde. Dessen Vorbild – eine monumentale Herkules-Skulptur – wurde 1546 in Rom ausgegraben und anschließend im Palazzo Farnese auf-gestellt. Dort begeisterte das Kunstwerk Landgraf Carl von Hessen-Kassel auf seiner Italienreise, der es einige Jahre später zum Modell der Bekrönung seines Gesamtkunstwerks auf dem Karlsberg erklärte. Stiche und Gemälde verdeutli-chen den Entstehungsprozess und die Kontinuität der riesigen Kupferstatue.

Mayr, Wolfgang Christoph-nach Finck, Johann Georg, Prospekt des Karlsberges, 18. Jh.
Museumslandschaft Hessen

Die Ausstellung stellt die Rezeption des Kasseler Herkules in der bildenden Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts vor. Dass der Koloss nicht nur Wahrzeichen von Nordhessen ist, sondern auch überregional eine wichtige Position einnimmt, dokumentieren neben dem seit 2013 geführten Titel als UNESCO-Welterbe auch die Reflexionen zeitgenössischer Künstler, die im zweiten Teil der Ausstel-lung präsentiert werden.

Der Herkules über dem Bergpark mit Schloss Wilhelmshöhe. Sternbald Foto-Montage Hartwig Bambey

Sonderausstellung im Schloss Wilhelmshöhe
31. März bis 8. Oktober 2017
Schloss Wilhelmshöhe  Schlosspark 1
Di–So und Feiertage 10–17 Uhr / Mi 10–20 Uhr

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