Warnstreik bei Asklepios Lich am 11. Juni

Marburg 11.6.2012 (pm/red) Die Gewerkschaft ver.di ruft alle Beschäftigten der Asklepios Klinik in Lich am Montag, dem 11. Juni, zu einem ganztägigen Warnstreik auf und reagiert damit auf die totale Verweigerung des Arbeitgebers über einen Tarifvertrag für die Beschäftigten im nichtärztlichen Bereich zu verhandeln. ver.di fordert, dass die Beschäftigten der Asklepios Klinik endlich ortsüblich bezahlt werden.

„Durch die Verweigerung von Tarifverhandlungen isoliert sich Asklepios in der Region, da an den anderen Krankenhäusern nach Tarif gezahlt wird. Die Geschäftsführung gefährdet damit den Ruf der Klinik. Denn sowohl Mitarbeiter als auch Patienten gehen am liebsten dorthin, wo gute Arbeit auch gut bezahlt wird“, beschreibt ver.di Sekretär Julian Jaedicke sie aktuelle Situation der Klinik.

Tarifverträge sind aus ver.di Sicht aber nicht nur eine Frage der Bezahlung sondern ein Zeichen für Respekt und Anerkennung gegenüber den Mitarbeitern. „Das Krankenhaus in Lich ist unser Krankenhaus. Da ist es für uns selbstverständlich, dass wir nichts fordern, was die Klinik in den Ruin treiben würde. Aber wir lassen uns bei der Bezahlung nicht weiter abhängen und wollen auf Augenhöhe verhandeln, wenn es um unser Geld geht“ spricht Dino Asmus, Mitglied der ver.di Tarifkommission, aus, was viele denken.

Bereits letztes Jahr haben 275 Mitarbeiter die Forderung an den Arbeitgeber unterschrieben, mit ver.di Tarifverhandlungen aufzunehmen. „Wir Mitarbeiter sind uns einig: Wir wollen einen Tarifvertrag mit ver.di. Jetzt liegt es an Asklepios zu zeigen, wie sie mit den Erwartungen von uns Mitarbeitern umgehen“, so Bernd Fischer, Mitglied der ver.di Tarifkommission.

„Asklepios hatte lange genug Zeit auf unsere Tarifforderung zu reagieren. Jetzt werden wir zeigen, dass wir es ernst meinen. Der Warnstreik ist ein Warnschuss an den Arbeitgeber, sich besser so schnell wie möglich, mit ver.di an den Verhandlungstisch zu setzen“ warnt Julian Jaedicke.

Patientinnen und Patienten werden für mögliche Unannehmlichkeiten um Verständnis gebeten.

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