Landrat Fischbach zieht für Kreisausschuss positives Fazit für das Jahr 2011

Marburg 23.12.2011 (pm/red) Im Anschluss an die Jahresabschlusssitzung des Kreisausschusses zog Landrat Robert Fischbach ein positives Fazit der Arbeit des Kreisausschusses. Er dankte dem aus 14 ehrenamtlichen Kreisbeigeordneten bestehenden Kollegialgremium für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Der Kreisausschuss ist das Verwaltungsorgan des Landkreises. Er bereitet Beschlüsse des Kreistages vor und bildet Kommissionen zur Erledigung vorübergehender oder bestimmter Aufgaben. Zu diesem Gremium zählt auch der hauptamtliche Kreisausschuss, der durch Landrat Fischbach und dem Ersten Kreisbeigeordneten Karsten McGovern besteht.

Zuerst ging Landrat Fischbach auf die Kommunalwahl ein. Dort sei es auch um die Neuverteilung der Macht gegangen. Inzwischen habe sich alles gut eingespielt. CDU, Bündnis 90/Grüne und Freie Wähler setzen ihre Koalition fort. Lediglich der frühere Koalitionspartner FDP ist aus der Koalition ausgeschieden.

Der Landrat machte deutlich, dass der Kreisausschuss nach den Erfahrungen mit dem Sonderinvestitionsprogramm und der zusätzlichen Verausgabung von 32,5 Millionen Euro für energetische Verbesserungen und den Brandschutz an Schulen, weiter in die Attraktivität der Schulen im Landkreis investieren wolle. Deshalb soll ein 50-Millionen-Euro-Programm aufgelegt werden, da man festgestellt habe, dass an vielen Schulen noch Bedarfe in Sachen energetische Optimierung bestünden. In den nächsten fünf Jahren sollen deshalb jährlich zehn Millionen Euro dafür ausgegeben werden.

Nach dem Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 2010 hatte der Landkreis die Chance, sich als ’100-Prozent-Region’ mit einem Masterplan um eine weitere Bundesförderung zu bewerben. ’100-Prozent-Region’ beinhaltet das Ziel, bis zum Jahr 2040 die hier verbrauchte Energie selbst durch die Produktion Erneuerbarer Energien abzudecken. Bundesweit konnte sich der Landkreis mit seinem Konzept als nur einer von drei Landkreisen und als nur eines von 19 Förderregionen gegen über 200 Bewerber durchsetzen. Ein Klimaschutzmanager soll in den nächsten Jahren verschiedene Projekte im Kreis koordinieren.

Ein sehr wichtiges Zukunftsthema ist und bleibt das Thema Versorgung mit Breitbandverkabelung. Es sei für den Standort Marburg-Biedenkopf von existenzieller Bedeutung, eine sehr gute und schnelle Internetversorgung im Kreis zu realisieren. Fischbach lobte ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden, die zusammen mit dem Landkreis eine Breitband GbR Marburg-Biedenkopf gegründet haben. Daraus soll sich eine GmbH zur Umsetzung der Breitbandverkabelung etablieren. Diese hat dann zur Aufgabe zusammen mit einem Betreiber, den Kreis flächendeckend mit schnellem Internet zu versorgen, was Kosten von rund 50 Millionen Euro verursachen dürfte.

Der Landrat sprach noch eine Reihe weitere Themen an, die für den Landkreis im Jahr 2011 wichtig waren, wie etwa die Fertigstellung des B3a-Lüchenschlusses, die erfolgreiche Arbeit der Gesundheitsregion oder vieler Projekte wie beispielsweise das zusammen mit der Freiwilligenagentur abgeschlossene Projekt ‘Freiwillig im Landkreis’, aus dem viele zukunftsweisende kleinere Projekte mit ehrenamtlichen Engagement entstanden sind.

Abschließend widmete sich Landrat Fischbach dem Thema Finanzen. Einerseits erläuterte er die anstehende Klage der hessischen Landkreise gegen das Land wegen der zu geringen Finanzausstattung. Diese habe dazu geführt, dass die Landkreise in Hessen hoch defizitär geworden seien. Andererseits verwies er aber auch darauf, dass der Landkreis Marburg-Biedenkopf im Hinblick auf die Haushalte 2012 hessenweit mit am besten dastehe, was auf eine solide und sparsame Haushaltsführung zurückzuführen sei.

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